Zahlreiche Eindrücke gewonnen und neue Freundschaften geknüpft- Rückaustausch in Chennevières und Paris im März 2026

aus dem Reisetagebuch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Klasse 9) des Rückaustausches: 

Am Montag, dem 16.3. trafen wir uns mit unseren begleitenden Lehrern Herr Büchler und Herr Wetzel um 10.45 Uhr am Karlsruher Hauptbahnhof. Alle waren sehr aufgeregt und konnten es kaum erwarten, dass es losgeht. Die Fahrt im komfortablen TGV verging wie im Flug und am frühen Nachmittag waren wir schon in Paris, am Gare de l`Est. Von dort ging es dann weiter mit der Métro und der Bahn in Richtung Chennevières. An der Schule wurden wir bereits mit einem leckeren Buffet erwartet, bei dem wir Zeit hatten, uns kurz auszutauschen, bevor wir in unsere Gastfamilien gingen.

Am Dienstag sind wir, nur die Durmersheimer Schülerinnen und Schüler, mit Bus und Bahn zu einem Tagesausflug nach Paris aufgebrochen. Dort angekommen, haben wir eine Bootstour auf der Seine gemacht, während dieser wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Paris sehen konnten und einen sehr schönen Ausblick auf den Eiffelturm genießen durften. Am Nachmittag erkundeten wir dann selbstständig in Kleingruppen die Gegend rund um die Avenue des Champs-Elysées und begutachteten die zahlreichen Luxusgeschäfte. Nach der Freizeit sind wir dann mit unserer Schülergruppe auf den Arc de Triomphe gestiegen, von wo wir eine sehr schöne Aussicht über die Stadt, auch auf den Eiffelturm, hatten. Außerdem konnte man gut erkennen, dass die Straßen von Paris sternförmig angeordnet sind, was der Arbeit des Pariser Stadtplaners Georges-Eugène Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts zu verdanken ist. Im Anschluss begaben wir uns in den Jardin des Tuileries, wo wir bei bestem Wetter ein Eis aßen und die Zeit genossen. Natürlich durfte auch das obligatorische Bild vor der Pyramide des Louvre, einst Residenz der französischen Könige und heute ein weltberühmtes Museum, nicht fehlen.

Den Mittwochvormittag verbrachten wir zunächst in unserer Partnerschule, dem Lycée Samuel de Champlain. Wir deutschen Schüler wurden auf verschiedene Klassen aufgeteilt und nahmen am normalen Unterricht teil, welcher insgesamt überraschend entspannt und weniger streng war als wir es erwartet hatten. Es war interessant, den Schulalltag in Frankreich einmal selbst mitzuerleben und Unterschiede zu Deutschland zu erkennen. Nach dem Unterricht trafen sich fast alle unserer Gruppe mit ihren französischen Austauschpartnern auf einem Bolzplatz. Dort spielten wir gemeinsam Fußball, Volleyball und Basketball, was für eine lockere und lustige Stimmung sorgte.

Den Donnerstag haben wir wieder ohne unsere Austauschpartnerinnen und Austauschpartner in Paris verbracht. Zuerst haben wir das Atelier des Lumières besucht. Dort sahen wir eine digitale Ausstellung über berühmte Künstler und ihre Kunstwerke. Mit Musik und großen beeindruckenden Projektionen an Wänden, Boden und Decke wurden die Bilder lebendig dargestellt. Weiter ging es ins zunächst in das geographische Zentrum von Paris in der Nähe des Einkaufzentrums Les Halles und der Kathedrale Saint Eustache. Auf dem Fußweg zum beeindruckenden Viertel Marais machten wir einen kurzen Stopp im Jardin des Archives nationales und genossen die ruhige Lage und die schöne Gestaltung des Parks. Im Marais, das als historisches und kulturelles Zentrum der jüdischen Gemeinde in Paris gilt, haben wir viel über die Geschichte jüdischen Lebens in diesem Viertel, insbesondere über das Schicksal der Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges, gelernt. So standen wir vor der Grundschule in der Rue des Hospitalières-Saint-Gervais, an der auf Gedenktafeln an das Schicksal deportierter und ermordeter jüdischer Kinder sowie an den dort zu dieser Zeit tätigen Direktor Joseph Migneret erinnert wird, der zahlreiche Kinder vor der Deportation retten konnte. Nach diesem emotionalen und eindrücklichen Besuch schlossen wir den Tag mit einem Spaziergang zum Paris Rathaus und anschließend zur weltberühmten Kathedrale Notre-Dame ab.

Am Freitag stand dann der gemeinsame Ausflugstag der deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler an. Um 8.30 Uhr ging es gemeinsam mit dem Zug ins Disneyland. In deutsch-französischen Gruppen durften wir den Park selbstständig erkunden. Das Wetter hat auch sehr gut mitgespielt, da nur die Sonne schien und es angenehm warm war. Zwar war es ziemlich voll im Park, aber es hat sich trotzdem sehr gelohnt. Es gelang uns, der Disney-Parade zuzusehen, bei der viele Figuren aus bekannten Disney-Filmen gezeigt wurden. Selbstverständlich nahmen wir auch die ein oder eine Achterbahn und zahlreiche weitere Attraktionen in Beschlag. Nachdem wir am frühen Abend wieder von den jeweiligen Gastfamilien am Bahnhof abgeholt wurden, gab es bei einer Austauschfamilie noch eine kleine Party, zu der alle deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler kamen und wo wir mit leckerer Pizza versorgt wurden. So ging ein schöner und ereignisreicher Tag zu Ende.

Das anschließende Wochenende verbrachten wir mit unseren Gastfamilien, die einige tolle Ausflüge mit uns machten. So sind viele von uns noch einmal nach Paris gefahren, um den Eiffelturm bei Nacht leuchten zu sehen oder in den Galeries Lafayette shoppen zu gehen.

Viel zu schnell war es wieder Montag und unsere Woche in Chennevières auch wieder vorbei.
Eine Woche voller Erlebnisse und einzigartiger Erfahrungen. Eine Woche, die wir so schnell nicht wieder vergessen werden. In der Schule wurden dann verschiedene Workshops angeboten, unter anderem Armbänder anfertigen, eine Fotobox, Spiele oder Briefe an die Gastfamilien schreiben. Anschließend gab es Mittagessen in der Schulmensa. Uns wurde vorher auch erklärt, dass die Schüler jeden Tag in der Schule zu Mittag essen und dafür sogar eine eigene Mensakarte haben. Nach dem Essen hatten wir noch etwas Freizeit, bevor wir uns dann auch schon auf den Weg zum Bahnhof gemacht haben. Nach dem Gruppenfoto kam es anschließend zu einem sehr emotionalen Abschied. Wir haben uns alle in dieser Woche viel besser kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und eine wundervolle Zeit gehabt, weshalb uns der Abschied auch sehr schwer gefallen ist. Letztendlich hat jeder von uns diese Woche unterschiedlich wahrgenommen und unterschiedliche Dinge erlebt und niemand wird genau dieselben Geschichten erzählen, aber wir können alle sagen, dass wir eine wirklich tolle Zeit in Frankreich hatten und jedem diese Möglichkeit, an einem Austausch teilzunehmen, wärmsten empfehlen können.